Connection timed out Rundweg und Stationen : Evangelische Kirchengemeinde Grafenberg

Der Passionsweg beginnt und endet an der Kelter

Wir erfahren von Jesus, einem einfachen Zimmermann (1), und was er von sich selbst sagte. Er beginnt sein Leben in Galiläa, lehrt und heilt und verändert die Menschen (2+3), bricht mit bekannten Wertvorstellungen und verkündet, dass Gott sein Werk jetzt vollenden werde.

Auch der festliche Einzug in Jerusalem (4) weist darauf hin, dass sich hier die Verheißungen der Propheten vom Kommen des Reiches Gottes zu erfüllen beginnen, jedoch ganz anders als erwartet.

 

Während Jesus und seine Jünger das Passahmahl halten, nimmt Jesus Abschied von seinen Weggefährten. Als Zeichen der bleibenden Verbundenheit mit ihm gilt den Christen seither das Abendmahl (6). Brot und Wein werden zu Zeichen des Heils, das den Menschen durch Jesu Tod zuteil wird.

Der folgende Gebetskampf Jesu in Gethsemane (7) zeigt, dass Jesus wirklicher, ohnmächtiger Mensch war. Die Jünger schlafen, obwohl Jesus sie mehrfach auffordert zu wachen und zu beten. Das Versagen der Jünger setzt sich fort in ihrer kopflosen Flucht bei seiner Gefangennahme. Was waren das für Menschen, mit denen Jesus seine Gemeinde bauen wollte?

Während der Verhandlung vor dem jüdischen Rat leugnet Petrus (8) jede Beziehung zu Jesus. Seine Beteuerung, er werde seinen Herrn niemals verlassen, löst sich angesichts der Gefahr in Nichts auf. Doch später wird er zu einem getreuen Verfechter der Sache Jesu. So ist sein Versagen für uns Mahnung und Trost zugleich.

 

 

 

Am Morgen wird Jesus dem römischen Statthalter Pilatus (9) ausgeliefert, damit dieser ihn als Aufrührer zum Tod am Kreuz verurteile. Sein Versuch, sich mit dem Brauch, zum Passahfest einen Gefangenen freizugeben, elegant aus der Affäre zu ziehen, misslingt. Die aufgewiegelte Menschenmenge fordert den Tod Jesu. Barabbas kommt frei (10). In das dunkle Geschehen bringt nur Simon von Kyrene (11) ein wenig Menschlichkeit, er trägt das Kreuz Jesu.

 

Jesus wird ans Kreuz genagelt (12) und stirbt mit den Anfangsworten aus Psalm 22 auf den Lippen. Unter dem Kreuz versammeln sich die unterschiedlichsten Menschen. Die meisten verstehen noch nicht, was geschehen ist. Nach Jesu Tod lässt Josef von Arimathäa Jesu Leichnam in ein Felsengrab (14) legen. Am Ostermorgen geht Maria aus Magdala in aller Frühe zu der Stelle und sieht, dass das Grab leer ist (15). Maria ist es, die dem Auferstandenen als erste begegnet.

Lebenstüren öffnen sich (16).

 

Ähnlich wie Maria begegnen auch die beiden Jünger aus Emmaus (17) dem auferstandenen  Jesus. Er begleitet sie auf ihrem Lebensweg – ohne dass sie seine Begleitung wahrnehmen.

Jesus begegnet Petrus am See Tiberias (18). In Jesus (19) erkennen wir die wahre Osterbotschaft und verstehen, dass Auferstehung nicht einfach Rückkehr in alte Verhältnisse bedeutet, sondern Aufbruch in ein neues Leben aus Gott und mit Gott.